Girokonto Test

Das Wichtigste über Girokonton als schneller Überblick:

  1. Da mittlerweile viele Dinge des täglichen Lebens, wie beispielsweise Einkäufe und Kommunikation, übers Internet erfolgen, entscheiden sich immer mehr Menschen für ein Girokonto bei einer Direktbank
  2. Online Girokonto – in diesem Bereich hat die Sicherheit höchste Priorität. Sämtliche Daten beim Einloggen oder beim Ausfüllen von Überweisungen und anderen Transaktionen werden verschlüsselt
  3. Bei einem Vergleich der unterschiedlichen Anbieter sollte nicht nur darauf geachtet werden, ob Kontoführungsgebühren erhoben werden. Es gibt auch Girokonten, auf denen keine regelmäßigen Einzahlungen erforderlich sind

Ein Girokonto ist für den bargeldlosen Zahlungsverkehr unverzichtbar. Der Begriff Giro stammt eigentlich aus dem Italienischen und bedeutet Umlauf. Genau das geschieht auf einem Girokonto. Das Gehalt sowie andere laufende Einnahmen gehen auf das Konto ein und die Ausgaben werden abgebucht, falls der Bankkunde es so wünscht. Daher wird ein Girokonto manchmal auch umgangssprachlich Gehaltskonto genannt. Eine weitere Bezeichnung ist das Kontokorrentkonto. Dabei handelt es sich ebenfalls um ein Girokonto. Nahezu jede Bank bietet ein solches Konto an. Die Eröffnung eines Girokontos ist in der Regel schnell erledigt.

Ein Girokonto bei der Bank eröffnen

Der Kunde braucht eigentlich nur zu einer Bankfiliale gehen und kann dort sofort ein Girokonto auf seinen Namen eröffnen. Es muss lediglich ein gültiger Personalausweis vorgelegt werden. Das schreibt der Gesetzgeber vor, da auf diese Weise keine anonymen Konten für Schwarzgeld eröffnet werden können. Zuvor sollte sich der Kunde jedoch über die Konditionen des Girokontos informieren. Zu den wichtigsten Punkten gehören:

  • Kontoführungsgebühren
  • Überweisungsgebühren
  • Kosten für EC- und Kreditkarten

Bei den Kontoführungsgebühren treten große Unterschiede auf. Grundsätzlich ist es so, je mehr persönliche Beratung der Bankkunde wünscht, desto höher sind die Gebühren für die Kontoführung. Falls ein Kunde beispielsweise einen großen Wert darauf legt, Kontoauszüge oder Bargeld direkt am Bankschalter abzuholen, lassen sich die Geldinstitute diesen Service bezahlen. Nicht selten berechnen die Banken dafür monatliche Gebühren von zehn Euro oder mehr.

Girokonto
Girokonto

Jeder, der seine Kontoauszüge und Bargeld aus dem Automaten holt, muss für die Kontoführung deutlich niedrigere Gebühren bezahlen. In den meisten Bankfilialen befinden sich mittlerweile auch schon Automaten, an denen Überweisungen durchgeführt oder Daueraufträge eingerichtet werden können.

Einige Banken werben auch mit einer kostenlosen Kontoführung. Doch auch in diesem Fall ist Vorsicht geboten. Nicht selten befindet sich ein kleines kaum sichtbares Sternchen hinter dieser Werbeaussage. Im Kleingedruckten erfährt der Kunde dann, dass die kostenlose Kontoführung erst in dem Fall eintritt, wenn ein monatlicher Mindesteingang erfolgt. Sowohl Geringverdiener als auch ein Großteil aller Rentner müssen dann trotzdem noch Kontoführungsgebühren entrichten, weil das Einkommen nicht die Höhe des Mindesteingangs erreicht.

Einige Geldinstitute verlangen auch für jede Überweisung eine separate Gebühr. Auch darüber sollte sich der Kunde vor der Eröffnung eines Girokontos informieren. Auch für den Versand von Kontoauszügen werden Gebühren verlangt.

Reine Onlinekonten sind meistens kostenlos

Die meisten Banken bieten mittlerweile auch reine Onlinekonten an. Mitunter werden diese sogar kostenlos geführt. Auch in diesen Fällen sollte sich der Interessent die Bedingungen für eine kostenlose Kontoführung genau durchlesen. Die Kontoeröffnung erfolgt bei diesen Konten ebenfalls in einer Bankfiliale. Bis ein Girokonto eingerichtet und freigeschaltet ist, dauert es allerdings einige Tage.

Ein Girokonto bei einer Direktbank eröffnen

Da mittlerweile viele Dinge des täglichen Lebens, wie beispielsweise Einkäufe und Kommunikation, übers Internet erfolgen, entscheiden sich immer mehr Menschen für ein Girokonto bei einer Direktbank. Bei vielen Direktbanken erfolgen die Kontoführungen, Überweisungen sowie andere Transaktionen völlig kostenlos. Der Kunde hat zwar nicht mehr die Möglichkeit, ein persönliches Beratungsgespräch in der Bankfiliale zu führen, aber dafür bieten die meisten Direktbanken eine telefonische Beratung an. Bei vielen Banken steht die telefonische Beratung sogar rund um die Uhr zur Verfügung.

Ein Girokonto online eröffnen

Es ist ziemlich einfach, ein Girokonto online zu eröffnen. Dazu wird die Internetseite der entsprechenden Direktbank aufgerufen. Dort befindet sich mit Sicherheit ein Link, der den Kunden zur Kontoeröffnung führt. Auch in diesem Fall sollte sich der Interessent zunächst alle Konditionen in aller Ruhe durchlesen. Danach hat er die Möglichkeit, seine persönlichen Daten in ein Onlineformular einzutragen. Die Angaben sollten auf jeden Fall der Wahrheit entsprechen.

Im Anschluss daran muss das ausgefüllte Onlineformular ausgedruckt und unterschrieben werden. Die Angaben bezüglich des Einkommens müssen mit entsprechenden Belägen bestätigt werden. Dann ist eine Unterschrift unter dem Antrag für die Eröffnung des Girokontos erforderlich. Jetzt brauchen nur noch der unterschriebene Antrag sowie die Nachweise über das Einkommen auf dem Postweg zur Bank geschickt werden.

Eine Identifizierung des Antragstellers ist erforderlich

Obwohl es bei einer Direktbank keine Filiale vor Ort gibt, muss sich der Antragsteller eines Girokontos ausweisen. Das geschieht in der Regel mittels Postidentverfahren. Der Kunde erhält von der Bank ein Formular, mit dem er zur nächsten Postfiliale gehen muss. Dort wird das Formular von dem Angestellten ausgefüllt. Der Postmitarbeiter überprüft den Ausweis des Antragstellers und trägt in das Formular die Nummer des Personalausweises ein. Nachdem auch dieses Postident-Formular ausgefüllt ist, schickt es der Mitarbeiter der Postfiliale an die entsprechende Bank. Dann dauert es nur noch wenige Tage, bis das neue Girokonto verfügbar ist.

Die Sicherheit beim Onlinekonto

Nach wie vor gibt es zahlreiche Skeptiker, die sich nicht trauen, ein Konto online zu eröffnen und es dann auch ausschließlich online zu führen. Doch auch in diesem Bereich hat die Sicherheit höchste Priorität. Sämtliche Daten beim Einloggen oder beim Ausfüllen von Überweisungen und anderen Transaktionen werden verschlüsselt. Zudem kennt ausschließlich der Kontoinhaber die Daten für das Log-in. Diese sollte er natürlich auch keinem verraten. Zudem ist es ratsam, die Daten in regelmäßigen Abständen zu verändern. Das gilt insbesondere für Passwörter oder andere frei wählbare Codes.

Um beispielsweise Daueraufträge oder andere Aktivitäten auf dem Onlinekonto auszuführen, sind auf jeden Fall weitere Sicherheitsmaßnahmen vorgesehen. Bei einigen Banken erhält der Kunde einen Bogen mit den sogenannten TAN. Das ist die Abkürzung für Transaktionsnummer. Dabei handelt es sich um vier- oder fünfstellige Zahlen, die nur für eine einzige Aktion gültig sind.

Inzwischen bieten aber auch viele Banken an, die jeweilige TAN per SMS auf eine hinterlegte Mobilfunknummer zu senden. Das ist insbesondere dann vorteilhaft, falls unterwegs Überweisungen oder Ähnliches über das Smartphone oder das Tablet ausgeführt werden.

Nicht das erstbeste Girokonto online eröffnen

Vor der Eröffnung eines Onlinekontos sollte sich jeder Interessent darüber informieren, wo er kostenlos Bargeld abheben kann. In dem Bereich gibt es bei den Onlinekonten noch gravierende Unterschiede. Einige bieten beispielsweise kostenlose Visa-Karten an. Damit lässt sich aus nahezu allen Geldautomaten kostenlos Bargeld abheben. Das gilt nicht nur für Deutschland, sondern auch im europäischen Ausland. Im Idealfall sogar weltweit. Zudem sollte die Visa-Karte die Funktion einer Kreditkarte für Onlineeinkäufe beinhalten.

Auf jeden Fall sollte die Bank auch eine kostenlose EC-Karte zur Verfügung stellen. Sonst wären bargeldlose Einkäufe im Supermarkt nicht möglich. Es ist nicht in allen Geschäften möglich, mit einer Visa-Karte an der Kasse zu bezahlen. Aus diesem Grund ist eine herkömmliche EC-Karte unverzichtbar.

Ein Girokonto bietet viele Möglichkeiten

Nach der Eröffnung eines Girokontos muss es allen Beteiligten bekannt gegeben werden. In früheren Zeiten gab es die Kontonummer und die Bankleitzahl. Heutzutage gibt es dafür die sogenannte IBAN. Das ist die Abkürzung für International Bank Account Number, was auf Deutsch internationale Bankkontonummer bedeutet. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus Bankleitzahl, Kontonummer und einigen weiteren Prüfzahlen. Die frühere Bankleitzahl heißt jetzt BIC. Das ist die Abkürzung für Bank Identification Code. Die BIC besteht nur noch aus Buchstaben.

Diese Daten müssen dem Arbeitgeber, der Rentenversicherung, dem Jobcenter und allen anderen Einrichtungen, von denen Einkommen erhalten werden, mitgeteilt werden. Für regelmäßige Ausgaben, wie beispielsweise Miete, Strom und Telefon können für ein Girokonto Daueraufträge eingerichtet werden. Des Weiteren ist es auch möglich, Versorgungsbetriebe und anderen Anbietern ein Lastschriftmandat zu erteilen. Dann kann es niemals passieren, dass eine Zahlung vergessen wird.

Es besteht zudem die Möglichkeit, unregelmäßige Zahlungen, wie beispielsweise Onlineeinkäufe und Handwerkerrechnungen, manuell zu bezahlen. Für solch einen Fall stehen Formulare bereit, die einem Zahlungsträger ähneln. Es ist dann lediglich erforderlich, die Felder auszufüllen, damit die Überweisung durchgeführt wird.Das alles geschieht am PC. Beim Ausfüllen sollte stets sorgfältig vorgegangen werden, da falsch gebuchte Überweisungen nur äußerst schwer zurückzufordern sind.

Vorteile vom Lastschriftverfahren

Jeder, der ein eigenes Girokonto besitzt, hat die Möglichkeit, Ausgaben mittels Lastschriftverfahren einziehen zu lassen. Diese Form der Zahlung bietet einige interessante Vorteile. Eine manuelle Zahlungsabwicklung ist nicht mehr erforderlich, wenn der Kontoinhaber dem Lastschrifteinzug zugestimmt hat. Das spart viel Zeit und zudem werden Fehler beim Ausfüllen der Vordrucke oder der Onlineformulare vermieden.

Ein weiterer Vorteil, der nicht außer Acht gelassen werden sollte, ist die Möglichkeit des Rückzugs. Der Kontoinhaber kann bei Unstimmigkeiten innerhalb von sechs Wochen einen Lastschrifteinzug zurückfordern. Dadurch wird die Sicherheit im Zahlungsverkehr im erheblichen Maße erhöht. Bei einem Onlinekonto geschieht dies ebenfalls ganz einfach im Bereich des Onlinebankings.

Jede Kontobewegung wird dokumentiert

Damit der Inhaber des Girokontos stets den Überblick über seine Finanzen behält, wird jede Kontobewegung dokumentiert. Es werden der Zahlungsempfänger, die Höhe der Ausgaben oder der Einnahmen sowie das jeweilige Buchungsdatum festgehalten. Diese Daten werden auf sogenannten Kontoauszügen gedruckt. Bei einem Onlinekonto erhält der Kontoinhaber die Kontoauszüge im Onlinebanking. In den meisten Fällen sind diese im PDF-Format, sodass sie einfach heruntergeladen und durchgesehen werden können.

SEPA-Zahlschein
SEPA-Zahlschein

Welches Girokonto ist das beste?

Vor der Eröffnung eines Girokontos sollte ein Vergleich der unterschiedlichen Angebote durchgeführt werden. Dazu ist etwas Recherche erforderlich. Vor allem ist es wichtig, die genauen Konditionen durchzulesen. Nur so ist gewährleistet, dass nicht doch noch versteckte Kosten auf den Kontoinhaber zukommen.

Bei einem Vergleich der unterschiedlichen Anbieter sollte nicht nur darauf geachtet werden, ob Kontoführungsgebühren erhoben werden. Es gibt auch Girokonten, auf denen keine regelmäßigen Einzahlungen erforderlich sind. Das ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn kein regelmäßiges Einkommen erzielt wird. Ein typisches Beispiel dafür sind Freiberufler und selbstständige Unternehmer. Dieser Personenkreis kann keine verbindlichen Angaben zum regelmäßigen Einkommen machen. Dafür gibt es in unregelmäßigen Abständen höhere Einzahlungen.

Einige wichtige Dinge sind zu beachten

Nahezu alle Anbieter von Onlinekonten bieten auch eine telefonische Hotline an. Diese muss mitunter bei unerklärlichen Transaktionen oder ähnlichen Vorkommnissen genutzt werden. Außerdem haben viele Bankkunden auch hin und wieder Fragen bezüglich ihres Kontos. Bei der telefonischen Beratung gibt es aber auch einige Unterschiede bei den Gebühren. Bei einigen Banken muss eine Pauschale pro Anruf bezahlt werden. Diese beträgt einige Cent. Damit möchte das Geldinstitut natürlich vermeiden, dass die Bankkunden aus Langeweile oder ähnlichen Gründen dort anrufen.

Es gibt jedoch auch Banken, bei denen ein Telefonat nach Minuten abgerechnet wird. Dann kann eine telefonische Auskunft schnell einige Euro kosten. Deshalb ist es empfehlenswert, sich im Voraus über die Gebühr von Anrufen bei der Bank zu informieren.

Viele Banken bieten auch schon Beratungen per E-Mail an. Das geht jedoch nur über das im Onlinebanking integrierte Nachrichtenverfahren. Nachdem sich der Bankkunde im Onlinebanking eingeloggt hat, kann er von dort aus eine Nachricht an die Bank schicken. Auf die gleiche Weise erhält er dann auch eine Antwort. Im ersten Augenblick scheint dieses Verfahren etwas umständlich zu sein, aber nur so kann gewährleistet werden, dass keine unbefugten Personen die Inhalte der Nachrichten lesen können.

Wo kann ein Interessent einen Vergleich von Girokonten durchführen?

Mittlerweile gibt es im Internet diverse Portale, auf denen die Leistungen unterschiedlicher Anbieter von Girokonten miteinander verglichen werden. Dort sind alle relevanten Informationen zu den jeweiligen Konten vorhanden. Die wichtigsten Kriterien, die verglichen werden sollten, sind:

  • Ist ein monatlicher Mindesteingang erforderlich?
  • Wie hoch sind die Gebühren, falls kein regelmäßiges Einkommen existiert?
  • Ist das Geldinstitut auch telefonisch erreichbar?
  • In welchem Staat ist die Bank registriert?
  • Sind die EC- und Visa-Karten gebührenfrei?

Das Wichtigste ist natürlich immer, dass dem Bankkunden keine bösen Überraschungen drohen. Deshalb ist ein ausführlicher Vergleich durchaus sinnvoll. Auf jeden Fall sollte bei der Wahl der Bank daran gedacht werden, dass Geldinstitute, die ihren Sitz im Ausland haben, auch ausländisches Recht gilt. Das kann sich vom deutschen Bankenrecht unterscheiden. Daher ist auch in diesem Bereich ein wenig Recherche sinnvoll.

Wird ein Dispo-Kredit gewünscht?

Es kann schon hin und wieder vorkommen, dass die Einnahmen für außergewöhnliche Ausgaben nicht ausreichen. Daher ist es sinnvoll, bei der Eröffnung eines Girokontos auch gleich einen Dispositions-Kredit zu beantragen. Das ist jedoch nur dann möglich, wenn ein regelmäßiges Einkommen nachgewiesen wird. Der Dispokredit beträgt in der Regel maximal das dreifache Monatseinkommen. Bevor die Bank einen solchen Kredit einräumt, prüft sie zunächst, ob bereits negative Schufa-Einträge vorhanden sind.

Fazit – Girokonto

In der heutigen Zeit ist ein Girokonto unverzichtbar. In bar werden nur noch ganz wenige Geldgeschäfte abgewickelt. Das Girokonto bietet dem Bankkunden die Möglichkeit, bargeldlose Transaktionen durchzuführen. Besonders vorteilhaft sind reine Onlinekonten. Diese sind zumeist kostenlos. Zudem kann der Kontoinhaber zu jeder Tageszeit finanzielle Transaktionen durchführen. Dies gelingt nicht nur am PC, sondern auch mittels Tablet oder Smartphone.

Bei der Eröffnung eines Girokontos gilt es lediglich, auf die Konditionen zu achten. Nur so lassen sich unangenehme Überraschungen vermeiden. Ein Vergleich der angebotenen Onlinekonten ist bei der Wahl sehr hilfreich.


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